Saskia G.

Hallo Saskia, 
Wie du ja weißt, möchte ich nach und nach die Trainer/Übungsleiter/innen unseres Vereins vorstellen.
Aus bekannten und erfreulichen Gründen fange ich mit dir an, da du ja bald deine Babypause nimmst und eine gewisse Zeit nicht mehr trainieren wirst.
Wir kennen uns jetzt schon so lange und doch weiß ich nicht genau wie lange du eigentlich schon zum SGSV kommst.
Saskia: 
Ich habe mit Rico, meinem mittlerweile 12 Jahre altem Parson Russell Terrier, bereits die Welpengruppe in Garbenheim besucht. Somit bin ich seit 2010 Mitglied im SGSV.

Hattest du dir vorher schon andere Vereine angeschaut?
Saskia:
Nein, hatte ich nicht. Mir war recht schnell klar, dass mir die intensive Beschäftigung mit Hunden super viel Spaß macht und dann habe ich nach Sportmöglichkeiten gesucht, auch weil ich meinen Terrier natürlich ausreichend auslasten wollte. Meine Cousine Laura war damals bereits mit ihrer Hündin im Verein und hat mich einfach mal mitgenommen.

Was hat dir damals beim SGSV so gut gefallen, dass du hier „hängen“ geblieben bist?
Saskia:
Tatsächlich fand ich die Welpengruppe von Anfang an ziemlich gelungen. So ein Mix aus Theorie und Praxis, Spielenlassen und Erziehen, Entdecken und Vertrauenaufbauen. Das hat mich nachhaltig beeindruckt. Als es dann Zeit wurde für den Junghundekurs (damals wurde der Basiskurs so genannt) und mich die Trainer stets motivierten, auch mit einem kleineren Hund sportlich aktiv zu werden, habe ich überhaupt nicht daran gedacht, aufzuhören oder woanders hinzugehen. 

Du hast ja erfolgreich an Turnieren teilgenommen und bist eine ebenso erfolgreiche Trainerin. Was macht dir mehr Spaß? Selber aktiv zu sein oder gute Mensch/Hund-Teams zu formen?

Saskia:
Meinen eigenen Hund auszubilden, im Sport zu führen und dann auch noch erfolgreich zu sein, war natürlich das Größte. Für mich stand immer der Spaß an der Arbeit mit Hund im Vordergrund und den hatten wir. Es gab zwar auch mal einige Rückschläge, aber umso mehr Erfolge und Rico und ich sind zu einem tollen Team zusammen gewachsen – An dieser Stelle: Danke an unseren langjährigen THS-Trainer Hennes, ohne ihn wären wir nie so weit gekommen. 
Irgendwann 2014/2015 habe ich beim Zuschauen im Begleithundekurs festgestellt, dass ich bereits aus einigen Erfahrungen bezüglich der Ausbildung und Erziehung von Hunden schöpfen konnte, und bin spontan Jessi zur Seite gesprungen. Es macht nämlich auch super viel Spaß, anderen bei der Ausbildung ihrer Hunde zu helfen und die Entwicklung zu beobachten. 

Wie sieht deine derzeitige Planung für die Zukunft beim SGSV aus?
Saskia:
Natürlich komme ich nach der Babypause wieder! Zunächst nur als Trainerin, Rico genießt ja so langsam seinen sportlichen Vorruhestand, aber bestimmt irgendwann auch mit hündischem Nachwuchs. 

Wir hoffen natürlich sehr dich, wenn es das Baby zulässt, bald wieder bei uns am Platz zu sehen.
Jetzt bleibt mir nur noch dir eine entspannte Babypause zu wünschen. Wir freuen uns schon darauf, wenn du uns mit dem Zwergerl besuchen kommst.

Danke für das kleine Interview

Anja Keiner

Hallo Anja,

dich kenne ich jetzt auch schon sehr lange und weiß eigentlich gar nicht genau seit wann.

Anja:

Das erste Mal bin ich vor rund 7 Jahren zum SGSV Garbenheim gekommen. Damals war mein Ziel, mit Jodi die Begleithundeprüfung zu laufen und in den Turnierhundesport reinzuschnuppern.

Du bist gekommen und geblieben. Was hat dir an unserer Vereinsarbeit besonders gut gefallen?

Anja:

Vieles! Besonders aber die Methoden der Trainer, die Vielfältigkeit der Kurse aber auch das Miteinander der Vereinsmitglieder. Und auch der Spaß kommt nicht zu kurz.

Was denkst du, wie hat sich der SGSV Garbenheim in den letzten Jahren entwickelt und was könnte noch verbessert werden?

Anja:

Besonders in den letzten beiden Jahren haben wir das Kursangebot deutlich erweitert. Es gibt viele neue Trainer und Vereinsmitglieder, die sich ehrenamtlich engagieren – davon lebt ein Verein. Einen Punkt, den wir in Zukunft stärken sollten und werden, ist die Jugendarbeit.

Soviel ich weiß bist du beruflich viel unterwegs, hattest dieses Jahr einiges mit Hausrenovierung und Umzug zu tun, besitzt drei Hunde, bist 2. Vorsitzende beim SGSV und gibst montags abends fast 3 Stunden „Unterricht“, zusammen mit Katha, im Basiskurs. Hast du manchmal das Gefühl dass insgesamt zu wenig Zeit für deine Vierbeiner bleibt?

Anja:

Meine Hunde stehen für mich an erster Stelle, dafür ist immer genug Zeit  Außerdem sind sie auch im Alltag ständige Begleiter: beim Basiskurs zum Beispiel sind sie wichtige Helfer als Vorführ- und/oder Ablenkungshunde. Und selbst bei der mittlerweile abgeschlossenen Hausrenovierung waren sie, wenn immer möglich, dabei.

Wirst du 2022 wieder, falls es möglich ist, auf THS-Turnieren starten wollen. Wenn ja mit welchem deiner drei Hunde?

Anja:

Ich würde unglaublich gerne mit Jill zu ihrem ersten Turnier starten und mit Duff ist die Landesmeisterschaft ein Ziel. Allerdings müssen wir schauen, wie intensiv wir im kommenden Jahr den Sport betreiben können – 2022 steht Zuwachs (dieses Mal auf zwei Beinen) ins Haus  


Oh wie schön, dann bleibt mir nur dir eine entspannte „Babyerwartungszeit“ zu wünschen. Danke, dass du dir Zeit für mich genommen hast.

Ende Mai war es dann soweit, der nächste "Hundeprofi" ist gesund zur Welt gekommen und begleitet seine Mama schon ins Training. Denn Anja hat sich nur eine kurze Babypause gegönnt und unterstützt, mit dem Zwergerl vor dem Bauch, Katha wieder tatkräftig beim Basistraining.

Heike Jonzeck

Hallo Heike,

wir waren ja schon 2013 zusammen mit unseren „Jungs“ im Junghundekurs, dem heutigen Basiskurs. Ich weiß dass du vorher schon andere Hundeschulen frequentiert hattest. Was hat dich am SGSV Garbenheim so überzeugt dass du, jetzt schon 8 Jahre, „hängen“ geblieben bist?

Heike:

Acht Jahre, das ist schon eine lange Zeit und ich bereue keine Sekunde.
Mich hat es sehr beeindruckt mit wie viel Geduld und Einfühlungsvermögen auf die Hunde und auch die Menschen eingegangen wird, denn sehr oft liegt das eigentliche Problem ja bekanntlich am anderen Ende der Leine. Das Hund und Mensch im Einklang arbeiten und auf dem Platz, neben dem Platz und im Verein ein tolles Miteinander gepflegt wird, hat mir sehr gut gefallen. Es haben sich auch so ganz nebenbei tolle Freundschaften entwickelt.  

Unser Verein hat sich ja im Lauf der letzten Jahre weiter entwickelt, es sind viele junge Leute zu uns gestoßen, neue Ideen sind eingebracht worden. Wie empfindest du die Entwicklung in den letzten Jahren?

Heike:

Es ist doch wunderbar und ein Segen, wenn junge Leute den Weg zu uns finden und neue Ideen einbringen. Dadurch konnten wir viele neue Kurse anbieten, die sehr stark frequentiert werden und unseren Verein attraktiver machen. Es wird nie langweilig bei uns.


Du betreust seit einiger Zeit, zusammen mit Hennes, mittwochs das „Freie Training“. Musstest du lange überlegen ob du eine Trainerrolle übernimmst oder war es eher eine spontane Entscheidung?

Heike:

Lange überlegen?  Einen kleinen Moment lang schon :-)  denn ehrlich gesagt hatte ich schon etwas Respekt davor, denn es ist ja in meinen Augen eine große Verantwortung, aber auch eine Herausforderung und ich liebe Herausforderungen. Hennes und ich ergänzen uns hervorragend.  


Ben, dein Labradorrüde, ist jetzt 9 Jahre alt und ihr beide nehmt schon längere Zeit nicht mehr an THS-Turnieren teil. Er ist, wie man sehen kann, immer sehr gerne am Hundeplatz. Wie wird das von dir gefördert?

Heike:

Ich weiß, dass er Kopfarbeit liebt und auch das Zusammenarbeiten mit mir. Wir machen Hoopers, Rally Obedience und verschiedene Übungen im „freien Training“ und Gruppenunterordnung zusammen und es ist eine Freude zu sehen, wie viel Spaß ihm das macht und mir natürlich auch. An neue Übungen führe ich ihn langsam heran und arbeite immer mit positiver Bestätigung. Er zeigt mir, wann er eine Auszeit braucht und danach dankt er es mir wieder mit neuem Schwung. Na ja, das mit dem Schwung ist bei Ben vielleicht etwas zu dick aufgetragen :-)
Im großen und ganzen kann ich sagen, dass wir nur das machen, was Ben Spaß macht, das Fressen mal außer acht gelassen :-))


Jetzt ist Winterpause, die Vereinsarbeit ruht. Es wird früh dunkel, da mag man eigentlich eher extremcouching machen, das finden unsere Vierbeiner ja nur bedingt gut. Womit kannst du Ben zu Hause motivieren, was macht ihm richtig viel Spaß?

Heike:

Bei Suchspielen (z.B. Kauknochen verstecken und wenn gefunden, mit Platz anzeigen) und Strategie-Spielen ist er immer hochkonzentriert und motiviert bei der Sache, das Gleiche gilt bei der Suche von „verlorenen“ Gegenständen (z.B. Geldbörse) die er durch Bellen anzeigt. Und ganz zum Schluss stehen natürlich die Schmuse-Einheiten ganz hoch im Kurs.


Die Schmuseeinheiten sind gaaaanz wichtig, ich glaube für euch beide  Vielen Dank dass du dir die Zeit für mich genommen hast   

Hennes Viehmann

Hallo Hennes,

du bist unser „dienstältester“ Trainer und hast in den letzten Jahren viele Mensch-Hund-Teams, erfolgreich, ausgebildet. An welche Erfolge als Trainer denkst du besonders gern zurück?

Hennes:

Ich denke gerne an die vielen Turniere – LM, DM (mit Camping) und die unzähligen Erfolge mit der THS-Gruppe, insbesondere mit Jörg Ludwig und Jessi Bergmann, und vielen anderen.

Dass du für uns fast immer die erste Anlaufstelle bist wenn es um Probleme oder
Veränderungen rund um unsere Hunde geht ist doch sicher ein schönes Gefühl, oder?

Hennes:
Ich hoffe ich konnte und kann allen bei ihren Problemen Hilfestellung geben und bei der Hundeerziehung behilflich sein.

Vermisst du die Zeit als du noch selber THS-Turniere gelaufen bist?

Hennes:

Das war eine schöne Zeit mit allem Auf und Ab. Besonders stolz bin ich auf meine 6x Landesmeister mit meiner damaligen Schapendoes-Hündin Vicky.

Das Vereinsleben hat sich im Lauf der Jahre verändert, neue Angebote sind dazu gekommen. Wie siehst du die Entwicklung im Verein?

Hennes:

Ich bin froh über die Entwicklung; der Verein stand vor geraumer Zeit vor dem Aus. Wir haben es aber geschafft. Der Verein steht mit dem Vorstand an der Spitze auf gesunden Beinen. Verdienst aller.

Was motiviert dich mittwochs bei Wind und Wetter das „Freie Training“ zu leiten?

Hennes:

Die Abwechslung auf dem Platz. Hier kann man alles was der Verein anbietet probieren oder vertiefen. Beim Training kommt der Spaß nicht zu kurz und die Fröhlichkeit steht hier im Vordergrund. „Spaß muss sein“.

Genau die richtige Einstellung . Danke dass du dir für mich Zeit genommen hast.

Jessica Bergmann

Hallo Jessi,

du bist schon so lange Mitglied beim SGSV Garbenheim. Als ich dich 2006 kennen gelernt habe warst du wie alt, 12? Ich kann mich noch gut an deinen ersten Hund Timo erinnern 

Jessi:

2005, mit gerade einmal 11 Jahren bin ich über eine Schulfreundin auf den Hundeplatz aufmerksam geworden. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich total fasziniert vom Turnierhundesport war. Die Mischung aus Gehorsam und Sport war einfach beeindruckend. So dauerte es nicht lange und ich lief mein erstes THS Turnier mit unserem Familienhund „Timo“. Leider liefen diese nicht besonders gut und es war keine Seltenheit weinend nach Hause zu fahren .
Trotzdem verlor ich nie den Spaß am Sport, woran damals auch die Trainer einen maßgebenden Beitrag trugen; Hennes Viehmann – aber Beate und Lothar Schäfer auch nicht zu vergessen.


Als du dann damals deine Flat Coated Retriever Hündin Coleen bekommen hast, seid ihr zwei richtig durchgestartet und habt im Lauf der Jahre so einige Titel im Turnierhundesport erlaufen.

Jessi:

Coleen kam damals mit 10 Wochen zu uns und war von diesem Zeitpunkt an immer an meiner Seite. Wir entwickelten eine tiefe Bindung und sie war mehr als nur ein Hund, sie war meine beste Freundin. Genau das war es, was uns am Ende auch so erfolgreich gemacht hatte. 
Wir konnten neben etlichen Kreis- und Landesmeistertiteln auch die dhv und VDH Deutsche Meisterschaft 2011 gewinnen.
Meine zweite große Leidenschaft war schon damals das Film- und Tricktraining. So wurden wir zum Beispiel Vize Superpfote 2011 in Dortmund und konnten sogar an zwei Kinofilmen mitwirken. Wer hätte das damals gedacht, ein Flat Coated Retriever der Deutscher Meister wird und vor Fernsehkameras steht – Wahnsinn und unvergessen <3.


Ich finde es faszinierend dass du immer wieder bereit bist etwas Neues auszuprobieren. Sei es die Teilnahme am Doglive „Multitalent“ 2019 in Münster, an Agility-Turnieren, der Start beim Rally Obedience oder das organisieren und abhalten von THS-Seminaren.

Jessi:

Wir sind immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. 
Wenn mich jemand fragt, was ich so alles mit meiner Border Collie Hündin Recall mache, wird die Liste oft lang. 
Turnierhundesport, Agility, Rally Obidience, Schutzdienst, Such- und Apportierspiele, Messeauftritte, Workshops und so weiter .
Neben dem 3-fachen Landesmeistertitel und dem dhv Deutschen Meistertitel 2019 im Turnierhundesport, war unser absolutes Highlight der Sieg beim Multitalent vor fast 3000 Menschen. 

Wann war für dich der Zeitpunkt gekommen als du beschlossen hast selber Mensch-Hund-Teams zu trainieren, bzw. zur Begleithundeprüfung zu führen?

Jessi:

Das kam damals relativ spontan. Es gab einen akuten Trainermangel und die Kurse waren überfüllt. Ich absolvierte meinen Trainerschein und übernahm den Begleithundekurs. Das Training der Mensch-Hund-Teams ist seitdem meine Leidenschaft geworden. Ich möchte immer das Beste aus den Teams herausholen, auch wenn der ein oder andere sich gern mal über die Strenge des akkuraten Fußlaufens beschwert.  

Du hast seit kurzer Zeit eine zweite Border Collie Hündin. Sie ist ja jetzt noch zu jung um eine genaue Aussage zu treffen, aber mit welcher der beiden Hündinnen planst du deine sportliche Zukunft?

Jessi:

Im Turnierhundesport wird 2022 definitiv noch einmal mit Recall angegriffen.
Kaila ist jetzt 5 Monate und entwickelt sich wirklich vielversprechend. Sie hat gute Anlagen und arbeitet hoch konzentriert. Wie und in welchen Bereichen ich mit ihr arbeiten werde wird sich zeigen.

Dann sind wir mal sehr gespannt was da bei euch noch so kommen wird .
Vielen Dank für das nette Gespräch.

Katharina Venerius

Hallo Katha,
mein Zufallsgenerator  hat dich als nächste Interviewpartnerin für meine Serie „Unsere Trainer/Übungsleiter/innen stellen sich vor“ ausgewählt. Schön, dass du dir einen Moment Zeit für mich nimmst.
Du bist für mich gefühlt schon eine Ewigkeit in unserem Verein aber ich weiß nicht wann du zum SGSV gestoßen bist und wieso du dich letztendlich für diesen Hundesportverein entschieden hast.
Katha:
Ich bin 2010 auf den Hund gekommen und seitdem auch beim SGSV Garbenheim. Dort hingebracht, hat mich meine beste Freundin Laura, die bereits 1 Jahr mit ihrer Collie Hündin Lisi vom Angebot des Vereins profitierte. Ich bin sehr froh, dass ich mit meinem damaligen Rabauken Linus, meinem Australian Shepherd Rüden, den Weg zum SGSV Garbenheim gefunden habe, denn sonst wäre mein Linus heute ganz sicher nicht ein so entspannter Zeitgenosse geworden, wie ihn alle auf dem Hundeplatz mittlerweile kennen.
Du bist ja nicht nur 1. Vorsitzende und Trainerin des Basiskurses sondern auch selbst aktive Hundesportlerin. Nun hat Linus ja schon das Seniorenalter erreicht und kann keine THS-Turniere mehr laufen, wie kompensierst du das?
Katha:
Ich vermisse die aktive THS-Zeit mit Linus manchmal schmerzlich, auch wenn er nicht einfach zu führen war. Linus ist mit 8 Jahren in den THS-Ruhestand gegangen, aber sportlich sind wir trotzdem noch. Wandern in den Bergen oder auch manchmal noch eine kleine Runde Joggen macht uns beiden unglaublich viel Spaß. Alles natürlich in Maßen, denn Linus wird im April 2022 ja auch schon 12 Jahre alt.
THS mit einem anderen Hund, als nicht mit meinem Eigenem, kam eigentlich nicht infrage. Aber dann kam Carlos, der Dalmatiner-Mischling meiner Mama. Was soll ich sagen, wir haben es zusammen probiert und auch wenn er das komplette Gegenteil zu meinem eigenen Hund ist, haben wir richtig viel Spaß zusammen und sind schon zu einem richtigen Sportler-Team zusammengewachsen. Da meine Mama kein Interesse an einer Turnierkarriere hat, Carlos aber durchaus Potential zeigt, darf ich seit etwa 2 Jahren das eine oder andere Turnier mit ihm bestreiten. Ich bin froh und sehr dankbar, dass ich so weiterhin im THS aktiv sein kann.
Du leitest den Basiskurs, zusammen mit Anja, schon einige Zeit. Wann und warum hast du dich dafür entschieden einen Trainerposten zu übernehmen? 
Katha:
Ich habe viel von dem Wissen und Training des SGSV Garbenheim profitiert. Als ich mit Linus 2016 von meinem Auslandsstudium zurück nach Deutschland gekommen bin, wollte ich mich aktiv für den Verein einbringen, engagieren und etwas zurückgeben. Die Verantwortung als Trainerin für den Basiskurs habe ich damals von Hennes übernommen. Anfangs war ich sehr aufgeregt, ob ich überhaupt die Kompetenz dafür habe, aber Hennes hat das Stück für Stück an mich abgegeben und irgendwann hatte ich den Kurs dann einfach übernommen. Man lernt nie aus, niemand ist allwissend oder unfehlbar, aber Linus war für mich neben menschlichen Ausbildern der beste Lehrer den ich hatte. Und ich weiß, dass ich zusammen mit Anja für viele Mensch-Hund-Teams eine große Hilfe bin. Es gibt für mich nichts Schöneres zu sehen, wie Menschen lernen ihre Vierbeiner zu verstehen und eigene Lösungen für ihre Ziele zu entwickeln!
Deine Doppelfunktion für den Verein und dein berufliches Engagement nimmt doch ziemlich viel Zeit in Anspruch, wie schaffst du es dich immer erneut für den montags fast 3 Stunden stattfindenden Basiskurs zu motivieren?
Katha:
Da kenne ich nur ein Stichwort: Organisation. In meinem Privatleben lebe ich manchmal gerne etwas planloser und chaotischer, aber im beruflichen und auch im Vereinsleben bin ich absolut organisiert. Da unter der Woche mein Beruf sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, bearbeite ich Vereinsangelegenheiten in festen Zeitfenstern am Wochenende. Selbstverständlich kann man mich auch unter der Woche immer erreichen, sollte es akute Dinge geben, welche nicht bis zum Wochenende warten können.
Der Basiskurs ist für mich der perfekte Ausgleich zum Büroalltag. Auch mein Arbeitgeber weiß das und deswegen steht der Basiskurs auch als fester Termin in meinem Terminkalender auf der Arbeit. Er muss nur sehr selten aus beruflichen Gründen ausfallen. 
Wenn du drei Wünsche für unseren Verein frei hättest, was würdest du dir wünschen?
Katha:
Ein Verein lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Deswegen wünsche ich mir auch für die Zukunft, dass wir weiter ganz viele Mitglieder haben, die sich im Verein engagieren. Ich wünsche mir ein Umdenken von „Brauche ich noch Arbeitsstunden oder habe ich meinen Soll schon erfüllt?“ in: „Heute ist Arbeitseinsatz beim SGSV Garbenheim, ich habe Zeit und kann helfen.“
Da ich ja ein Fan von Digitalisierung und Organisation bin, wünsche ich mir auch hierfür zukünftig weitere Fortschritte. Ideen habe ich genug. 
Danke Katha, für das aufschlussreiche Interview 

Caro Guth

Hallo Caro,

dich habe ich als nächste aus dem „Interview-Topf“ gezogen  

Ich glaube du bist, auf jeden Fall im Trainerstab die einzige, unter uns aktiven Vereinsmitgliedern eine der wenigen die auch aus Garbenheim kommen. Hast du das Gefühl wir sind im Ort nicht bekannt genug? Müssten wir als Verein etwas verbessern?

Caro:

Bekannt würde ich mit einem „Jein“ beantworten, bekannt an sich nämlich schon, nur nicht mit dem, was wir machen. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass es im Verein auch eine Welpengruppe gibt und dachte immer der Verein macht mehr Arbeit in Richtung Schutzdienst. Tatsächlich wurde bei der allseits beliebten Suchmaschine auch kein Welpenkurs hier in Garbenheim angezeigt. 

Wie bist du dann zum SGSV gestoßen?

Caro:

Tatsächlich, weil ich nach einem Verein gesucht habe der die Begleithundeprüfung anbietet 
Ich glaube letztendlich hat mich eine Freundin meiner Eltern darauf hingewiesen, dass das hier in Garbenheim auch angeboten wird. So sind wir dann etwa Ende 2019 in den Basiskurs eingestiegen. 

Ist deine Australian Shepherd-Hündin Birdy dein erster eigener Hund und wie bist du zu ihr gekommen?

Caro:

Ja, mir saß der Gedanke eines eigenen Hundes schon lange im Nacken, meine Eltern wollten nie einen haben und kaum war ich ausgezogen war Birdy dann da. Ich hatte mir schon im Vorhinein viele Gedanken gemacht, wie man so ein Hundchen erzieht, auf welche Rassekrankheiten man beim Aussie achten sollte, etc., allerdings nicht wo man sie her bekommen könnte . Birdy habe ich tatsächlich über Ebay Kleinanzeigen gekauft – Schande über mich – aber ich bereue keine Sekunde, dass ich damals die Entscheidung getroffen habe . Flynn (der kleine „Bruder“) haben wir dann über eine Züchterin direkt gekauft, man lernt ja immer dazu  


Du hattest ja schon einige Zeit in diesem Jahr Kathrin im Welpenkurs unterstützt und bis direkt nach der bestandenen Begleithundeprüfung mit Birdy ganz als Trainerin mit eingestiegen. Was gefällt dir an dieser Aufgabe besonders?

Caro:

Ach, einfach zu sehen, wie unterschiedlich die Leute mit ihren Hunden umgehen, wie dankbar sie für Tipps, Ratschläge oder einfach nur ein offenes Ohr sind, und natürlich wegen dieser kleinen Welpchen, denen man beim Wachsen zusehen kann  Für jeden darf man einzeln anders kreativ werden und das ist auch eine tolle Herausforderung. 

Wie sehen deine hundesportlichen Ziele für 2022 aus?

Caro:

So auf das ein oder andere THS-Turnier würde ich mit Birdy gerne noch einmal gehen und Agility darf sie auch weiter mitmachen, das allerdings ohne wirkliche Turnierambitionen. Flynn sollte seine Begleithundeprüfung machen und darf dann auch so langsam mit dem Hürden-Hüpfen anfangen.  

Na, dann ist ja einiges in Planung. Da bleibt mir nur dir viel Spaß und Erfolg zu wünschen. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast meine Fragen zu beantworten.

Kathrin Pfaff

Hallo Kathrin, 

Caro und du, ihr beide seid die einzigen die dieses Jahr so gut wie keine Winterpause machen werden. Der Welpenkurs fällt lediglich am 24. und 30. Dezember aus, keine Zeit zum Durchatmen. Dann komme ich auch noch mit meinen Fragen daher .

Wie motivierst du dich, gerade auch jetzt wenn das Wetter eigentlich nicht unbedingt zum Hundeplatz lockt?

Kathrin:

Die Welpengruppe zu leiten, vor allen Dingen mit Caro als Unterstützung, macht mir einfach wahnsinnig viel Spaß. Natürlich habe ich manchmal Tage, an denen ich denke „Oh nein heute nicht.“ Aber wenn ich dann auf dem Hundeplatz bin und beobachte, was aus den Welpen und ihren Hundehalter*innen oft für tolle Teams werden und wie sich die Bindung von Woche zu Woche stärkt, bin ich froh an diesem Ereignis teilhaben zu können.
Als ich Balu damals im Januar geholt habe, hat die Welpengruppe gerade pausiert. Laura hat mir damals angeboten mit Balu und mir schon mal die Anfänge zu starten bis es wieder eine Welpengruppe gibt. Ich bin sehr froh, dass sie das gemacht hat. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, dass auch die Welpenbesitzer, welche den Weg zu uns auf den Hundeplatz finden, so unterstützt werden sollten. Die Zeit in der die Welpen Welpen sind ist nur begrenzt und daher liegt es mir am Herzen so wenige Stunden ausfallen zu lassen wie nur möglich.

Du, bzw. ihr, legt mit der Welpenausbildung den Grundstein für ein gutes Mensch-Hund-Miteinander. Der Welpenkurs ist immer gut besucht, das spricht für eure Arbeit. Bekommt ihr auch ein Feedback von den Kursteilnehmern?

Kathrin:

Ja, das bekommen wir und zwar auf mehrere Arten.
Zum einen haben wir das Feedback wöchentlich auf dem Platz. Wie schon erwähnt ist es unwahrscheinlich schön zu sehen wie die Bindung zwischen den Hunden und ihren Menschen stetig wächst. 
Zum anderen gibt es viele die einem am Ende der Welpenausbildung noch mal persönlich danken oder beim Verabschieden aus der Gruppe noch mal sagen, wie wohl sie sich gefühlt haben und wie viel Spaß es ihnen und ihren Vierbeinern bei uns gemacht hat. Manchmal wollen sie die Welpengruppe auch gar nicht freiwillig verlassen, sondern würden gerne noch länger bleiben. Aber die Welpenzeit ist eben begrenzt und dann geht es für die, die wollen weiter in der Basisgruppe .
Ein tolles weiteres Feedback ist es, die Menschen und ihre Hunde dann zum Beispiel weiter in der Abenteuerstunde begrüßen zu können .

Hast du durch Beruf und deine Trainertätigkeit noch ausreichend Zeit selber im Verein mit deinem Vierbeiner Balu zu trainieren?

Kathrin:

Naja. Je mehr man an Aufgaben übernimmt, desto weniger bleibt natürlich Zeit oder Motivation für andere Dinge. Ich habe freitags mit Caro die Welpengruppe, leite zwei Mal im Monat abwechselnd mit Nicole die Abenteuerstunde. An diesen Tagen trainiere ich manchmal vor oder nachher Kleinigkeiten mit Balu oder mache bei der Abenteuerstunde mit Balu mit, wenn Nicole diese leitet. 
Manchmal habe ich dann nicht mehr so Lust einen weiteren Tag auf den Hundeplatz zu fahren. Ich versuche regelmäßig mittwochs zum freien Training mit Balu zu kommen, weil ich gerne mit den Leuten zusammen auf dem Platz bin und mir das Training großen Spaß macht. Das gelingt mir aber nicht jede Woche.
Früher habe ich mit Balu noch in der THS-Gruppe trainiert. Das haben wir aber mit der Zeit ganz aufgehört, weil es mir einfach zu viel war und ich auch nicht so ambitioniert bin an Turnieren teilzunehmen.

Dein Balu, ein Australian Shepherd, hat ja einen kleinen Bekanntheitsgrad erreicht. Kürzlich stand ein Artikel über seine Therapiearbeit in dem Magazin der Lebenshilfe Gießen e.V.
Ich nehme mal an, dass die Ausbildung zum Therapiebegleithund einiges von deiner Freizeit gekostet hat.

Kathrin:

Gekostet ist das falsche Wort. Zeit mit Balu ist eines der wichtigsten Dinge in meinem Leben. Egal wo ich unterwegs bin, meistens ist Balu an meiner Seite. 
Mein größtes berufliches Ziel war es immer, mit Hund und für Menschen zu arbeiten. In meinem gelernten Beruf als Ergotherapeutin ist das gut vereinbar. Hunde schaffen viele Dinge, für die man als menschlicher Therapeut nicht die Möglichkeiten hat.
Die Ausbildung mit Balu zum „Therapie-Begleithund-Team“ hat natürlich einiges an Zeit auf sich genommen, aber in dieser Zeit habe ich sehr viel Wichtiges dazugelernt, was ich an wissen nicht missen möchte. Ich würde es jeder Zeit wieder machen.

Du organisierst, zusammen mit Nicole, die Abenteuerstunde, die Postenläufe, Krimitouren werden 2022 dazu kommen…das ist mit sehr viel Engagement verbunden, bewunderungswürdig, und macht unseren Verein auch über einen weiten Kreis hinaus bekannt. Was treibt dich an, wo nimmst du die positive Energie her?

Kathrin:

Es macht mir einfach super viel Spaß mir lustige und manchmal knifflige Dinge zu überlegen, die die Menschen gemeinsam mit ihren Hunden ausprobieren oder trainieren können. 
Ich habe selbst große Freude daran die fröhlichen Gesichter der Menschen zu sehen wenn sie die Möglichkeit haben an so etwas teilnehmen zu können. 
Oft werden immer nur die direkten Turnier-Sportsparten verfolgt. Es gibt aber auch viele Mensch-Hund-Teams wozu auch Balu und ich gehören, die einfach gemeinsam Spaß haben wollen. 
Gerade die Abenteuerstunden oder Postenläufe bieten eine tolle Abwechslung im Alltag. Die Teilnehmer können neue Ideen für die Beschäftigung mit ihrem Hund (zuhause) sammeln und neues ausprobieren. Dadurch lässt sich zum Beispiel die Bindung mit dem eigenen Hund weiter ausbauen. Gemeinsame Aufgaben als Team zu meistern macht Spaß, stärkt das gegenseitige Vertrauen und fördert das Selbstbewusstsein aller Beteiligten.
Auf die „neuen“ Krimitouren nächstes Jahr freue ich mich auch schon sehr und ich bin gespannt wie sie ankommen. Sie bedeuten wieder Abwechslung, nicht nur stumpfes Gassi gehen und fertig. Auch hier steht wieder Teamwork an! 
Ich persönlich finde immer, es ist wichtig sich und seinen Hund egal mit was zu fordern und zu fördern. Dafür sind die unterschiedlichen Angebote einfach perfekt  Wenn durch diese auch noch andere Mensch-Hund-Teams über den Kreis hinaus den Weg zu uns finden noch besser.
Ich würde auch gerne mehr an solchen Events teilnehmen, aber leider sind diese hier im Umkreis nicht so verbreitet. Oder ich weiß nicht, wo Balu und ich teilnehmen könnten. Wenn jemand irgendwo ein Event in erreichbarer Nähe hat, bitte Nachricht an mich, wir sind dabei! 

Genau so kennen wir dich . Danke für deine Zeit. 

Elisabeth Seitz

Hallo Lisi, 

soviel ich weiß studierst du derzeit in Bamberg Berufsschullehramt. Bamberg ist eine sehr schöne Stadt und auch in eine schöne Gegend eingebettet. Kannst du dir vorstellen für immer in Bayern zu bleiben?

Lisi:

Ja, tatsächlich ist Bamberg eine sehr schöne Stadt und wir können uns vorstellen hier zu bleiben. Unser Traum ist es jedoch, weiter südlicher in Bayern zu leben. Das Einzige was mir hier riesig fehlt ist der Hundesportverein .   

Durch dein Studium verbringst du nicht mehr so viel Zeit hier im schönen Hessen und  bist in unserem Verein zur Zeit „Trainer-Springerin“, soll heißen du wirst, wenn du Zeit hast, überall dort eingesetzt wo gerade ein/e Trainer/in fehlt. Welche Gruppierung macht dir am meisten Spaß und könntest du dir einen dauerhaften Trainerposten vorstellen?

Lisi:

Am liebsten übernehme ich unseren THS-Kurs, hier wechseln wir uns immer ab. Der Sport mit Toni und den THS-Aktiven macht einfach sehr viel Spaß. Daneben versuche ich Kathrin im Welpen-Kurs immer mal zu entlasten, sofern es bei mir passt. Es macht Spaß den kleinen beim Wachsen und Lernen zuzusehen. Ein dauerhafter Trainerposten macht zurzeit durch die Entfernung leider keinen Sinn.      

Du bist mit deinem Kleinpudel Toni im Turnierhundesport aktiv. Gut, 2020 und 2021 bestand so gut wie keine Möglichkeit dazu, wie sieht deine THS-Planung 2022 für euch beide aus?

Lisi:

Das ist wirklich eine sehr schwere Frage und ich kann sie im Moment einfach nicht beantworten. Toni ist schon sehr gut ausgebildet und gefestigt. Bei größeren THS-Events sind wir auf jeden Fall immer dabei. Wir können nicht mehr jede Woche im Training sein, sobald wir aber in Hessen sind, steht der Hundeplatz immer an erster Stelle.   

Toni hat auch eine Partnerin an die Seite gestellt bekommen, Fleur eine Kleinpudeldame…die erst noch eine werden möchte. Wie ist es so mit einem Ersthund, welcher mit dir ein Dreamteam bildet, und einem kleinen Wirbelwind, der wahrscheinlich alles durcheinanderbringt?

Lisi:

Ja, Toni und ich sind ein wirklich gutes Team über die letzten (fast) 10 Jahre geworden. Die kleine Fleur bringt da zwar viel frischen Wind mit, aber an der gefestigten Beziehung zwischen Toni und mir ändert das nichts. Es macht Spaß mit beiden zusammen zu arbeiten und ich freue mich auf unsere gemeinsame Zukunft.  

Wie sieht deine Zukunft mit Toni und Fleur beim SGSV aus?
Lisi:

Meine Heimat ist und bleibt Hessen, ich werde immer wieder zurückkommen. Vielleicht werden wir nicht mehr so aktiv sein wie vor Corona, aber wenn ich „Zuhause“ in Hessen bin, treibt es mich immer wieder auf den Hundeplatz. 
In den letzten beiden Jahren haben Jessi und ich mit viel Freude THS-Seminare angeboten. Das hat sehr viel Spaß gemacht und es werden bestimmt nicht die Letzten gewesen sein .   

Danke Lisi für das aufschlussreiche Interview 

Nicole Egger

Hallo Nicole,

du bist gebürtige Schweizerin und der Liebe wegen nach Deutschland gezogen. Jetzt ist unser schönes Hessenland mit der Schweiz nicht wirklich zu vergleichen, was vermisst du hier am meisten?

Nicole:

Am meisten fehlt mir jedes Wochenende an einem anderen Hundepostenlauf teilnehmen zu können und andere Vereine kennen zu lernen. Wie Du weißt schlägt mein Herz ja für Spaß-Events mit Hunden. Was mir manchmal auch echt fehlt ist, einfach in 1.5 h auf 2500 Meter Höhe mitten in den Bergen zu sein… jetzt muss ich einen Urlaub dafür einplanen.

Seit einigen Monaten bist du Trainerin der Hoopers-Gruppe. Auch sonst engagierst du dich sehr in unserem Verein; sei es die sonntägliche Abenteuerstunde oder das organisieren des Stand-Up-Paddling Events, um hier nur zwei zu nennen. Zusätzlich gehst du mit deinen beiden Hunden Tim, ein Australian Shepherd Rüde, und Keiko, eine Mopshündin, mittwochs ins „Freie Training“. Auch sonst bist du unwahrscheinlich aktiv: du fährst zu Postenläufen in die Schweiz, nimmst an unseren Postenläufen teil, startest bei Camp Canis im Teamtraillauf, und, und, und… Wo nimmst du die Energie her, was motiviert dich?

Nicole:

Mich motiviert das Leben. Es motiviert mich wenn ich daran denke, dass mein Leben endlich ist und es motiviert mich noch viel mehr wenn ich daran denke, dass das Leben meiner Hunde noch viel früher zu Ende sein wird. Mit meiner ersten Hündin Jessy, einer Dogge, habe ich vieles nicht mitgemacht. Kein Hundesport, kein Camp Canis, keine Tageswanderungen, weil ich immer dachte wir schaffen das eh nicht. Oder sie ist zu wenig sozialisiert … wir blieben bei den bekannten Postenläufen. Nachdem meine Dogge uns verlassen hat, habe ich mir meine damals 9 Jährige Mopsdame geschnappt und habe ihr gesagt: Keiko wir starten durch! Keiko hat mir gezeigt wie viel Freude es ihr bereitet Abenteuer zu erleben, raus aus dem Alltag, rein in den Wahnsinn. Sie ist mit knapp 10 Jahren das erste Mal bei Camp Canis gestartet, sie ist auf einem mehrtägigen Wanderurlaub 30 km am Stück gewandert, mit verdammten 11 Jahren, wahnsinnig?! Klar hatte ich einen Rucksack dabei, aber wir kennen sie ja, sie will das meiste selber machen. Insgesamt sind wir in diesem Urlaub fast 100 km gelaufen!
Keiko und ich haben das Abenteuer lieben gelernt und wir werden bis zu ihrem Lebensende Abenteuer erleben, auch wenn sie vielleicht irgendwann etwas gediegener werden. Das ist meine Motivation: der Schalk im Gesicht meiner Hunde, wenn wir uns in Abenteuer stürzen. Schlafen können wir früh genug.  Und ich werde nie wieder denken, ach hättest du doch- denn ich mache es  

Jetzt hast du auch noch ein Spiel für Mensch-Hunde-Teams erfunden, „Gaunerschreck“ (eine lustige Hunde Crime Tour). Das bietest du seit Anfang Dezember an. Daran hast du ja, wie ich weiß, ein gutes Jahr gearbeitet und viele Telefonate mit Rechtsabteilungen usw. geführt. Hat sich die Mühe gelohnt? Ist das Spielangebot gut angelaufen?

Nicole:

Das Spiel ist ein bisschen wie Cluedo, allerdings draußen mit Hund . Meistens ist die Streckenlänge so um die 5 km im Wald oder Feld. Die Mensch-Hund-Teams müssen dann knifflige Aufgaben erraten und erledigen um auf die Lösung zu kommen.
Hmmm, im Moment läuft es leider nicht so. Der Gratis-Testlauf hatte wahnsinnigen Zuspruch und ich musste entscheiden wer mit darf.  Der Testlauf war super cool und ich bin sehr froh gewesen, dass mein System aufgegangen ist. Ich war total aufgeregt, da ich große Sorge hatte, dass niemand auf die Lösung kommt.  Aber alle Teilnehmer hatten Spaß und es hat wie am Schnürchen geklappt.
Nun steht das erste offizielle kostenpflichtige Event „Gaunerschreck- die lustige Krimitour mit Hund“ am 23.01 an… und ich habe bisher nur eine Anmeldung. 
Aber ich gebe nicht auf und werde es weiter anbieten, es braucht vielleicht ein wenig Zeit bis es richtig anläuft. 

Jetzt aber mal Fragen zu deinem Trainerjob in der Hoopers-Gruppe. Als du gefragt worden bist ob du dir vorstellen könntest das Hoopers-Training zu leiten, hast du da gleich gewusst was Hoopers eigentlich ist?

Nicole: 

Eigentlich war es so, dass ich einen Kurs gesucht habe wo man Hoopers machen kann und dann hat sich herauskristallisiert dass unser Verein/Vorstand nicht abgeneigt war es anzubieten wenn ich es mit jemandem zusammen leite. TOP! Ich war sofort dabei, habe mir aber trotzdem einen noch Kurs angeschaut und leite nun mit dir diesen Kurs. Du bist für mich übrigens eine perfekte Ergänzung – eine bessere Partnerin könnte ich mir nicht wünschen!

Hast du lange überlegen müssen ob du das Angebot annimmst und wie ist dein Fazit nach einem halben Jahr Hoopers-Trainingsarbeit?


Nicole:

Haha, warte mal 3 Sekunden. Nee, ich habe nicht lange überlegt. 
Ich finde es ultraspannend mit dir neue Aufgaben auszutüfteln und mit den Teilnehmern zusammen zu wachsen. Es ist einfach etwas anderes, etwas zu leiten was der eigene Hund auch noch nicht kann- somit wächst man mit der Gruppe. Mir scheint als würde das die Gruppe zusammen schweißen. Wir schauen alle gemeinsam nach Lösungen , Tricks und Tipps. Und wir - also Du und Ich  - setzen dann immer noch einen oben drauf, damit es die Streber im Kurs nicht zu leicht haben  
Nein ganz ehrlich , der Kurs macht mir wahnsinnig Spaß, er macht meinen Hunden Spaß und für Hoopers schlägt mein Herz mittlerweile ganz groß. 

Danke Nicole für die Beantwortung meiner Fragen und die Zeit die du dir genommen hast, ich hoffe dass wir noch lange ein Team sein werden 

Annett Fiech

Hier eine kurze Vorstellung von Annett Fiech, auf dem Foto mit ihrer Labradorhündin Milka und ihrem Labradorrüden Haribo, Trainerin Begleithundekurs und THS-Kurs. Annett ersetzt Saskia, welche sich eine Babypause gönnt.

Angela Sidorenko

Den Abschluss der Trainer-Vorstellungsrunde bildet das Interview mit mir Angela Sidorenko / Trainerin des Hoopers-Kurse, im Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Ich habe fünf Trainerkolleginnen ausgelost, von denen mir jede eine Frage stellen konnte. Das folgende Interview ist das Ergebnis:

Heike

Du hast zwei wundervolle, sehr gut erzogene Briard-Rüden, die bestimmt nicht so nebenbei zu führen sind. Warum hat dich diese Rasse so angezogen?

Den ersten Briard habe ich bei meiner damaligen Arbeitskollegin gesehen. Mich hat die Größe, das Erscheinungsbild und die Gangart sofort fasziniert. Meinen ersten eigenen Briard-Rüden Keegan habe ich dann 2006 bekommen. Da ich damals aus dem Tal der Ahnungslosen gekommen bin haben wir zwei etwas länger gebraucht bis aus uns dann ein Dreamteam geworden ist. Briards muss man, wie eigentlich alle Hunde, mit liebevoller Konsequenz, klaren Ansagen und einer gehörigen Portion Humor erziehen. Ein „Sitz“ kann durchaus bedeuten: Schreib es mir in einem Brief, vielleicht lese ich den morgen…, zumindest interpretiert das Rooney so, Vayne ist sehr leichtführig . 

Jessi

Seit wann bist du im SGSV aktiv und wie sahen deine Anfänge aus?

Ich bin 2006 mit meinem damaligen Junghund Keegan zum SGSV gestoßen und mit ihm im Junghundekurs, dem heutigen Basiskurs, eingestiegen um dann mit dem Begleithundekurs weiter zu machen. Bis ca. 2011 sind wir auf THS-Turnieren im Hindernislauf, Shorty und CSC gestartet. Danach musste ich aus gesundheitlichen Gründen meine sportliche Karriere  aufgeben.

Kathrin

Seit diesem Jahr bist du offizielles Vorstandsmitglied als Öffentlichkeitswartin. Tolle Texte für die Vereinsseite verfasst du aber schon viel, viel länger. Hat sich in diesem Bereich etwas verändert seitdem du im Vorstand mitarbeitest? Und wo nimmst du immer die tollen Ideen her um unsere Leser auf dem Laufenden zu halten?

Nein, eigentlich hat sich nicht viel verändert. Wie du schon sagtest verfasse ich schon deutlich länger Berichte für unsere Website und unsere Facebook-Seite. Was sich verändert hat ist die Stimmung im Verein. Alle sind sehr engagiert und motiviert, Vereinsarbeit macht wieder Spaß und das den Lesern zu vermitteln ist meine Aufgabe. Deshalb auch die Vorstellungsrunde unserer Trainer. Ich möchte dass die Menschen, die an unserem Verein interessiert sind und die mitlesen, wissen wer hinter den Namen steht welche so oft in den Berichten erwähnt werden.
Mit den tollen Ideen…ihr gebt mir die Vorlage dafür. Ich kann ja nur etwas schreiben wenn ihr liefert. In unserem Verein geschieht immer wieder etwas neues über das ich berichten kann. Ihr seid meine Ideengeber, ich informiere unsere Leser nur über das was ihr so auf die Beine stellt. 

Lisi

Seit diesem Jahr leitest du unseren neuen Hoopers-Kurs im Verein. Warum gerade Hoopers und was fasziniert dich so an diesem Hundesport?

Eigentlich hatte ich so gar keine Ambitionen einen Trainerposten im Verein anzunehmen. Dann ist Laura an mich herangetreten und hat gefragt ob ich mir vorstellen könnte, zusammen mit Nicole, den neu geplanten Hoopers-Kurs zu leiten. Ehrlich gesagt musste ich mich erst einmal schlau machen was Hoopers überhaupt ist. Hoopers ist ja eine Art Agility nur ohne Sprünge (auch läuft der Hundeführer nicht mit sondern lenkt den Hund aus einem Führungsbereich heraus), so dass auch ältere Hunde den Parcours mühelos bewältigen können. Das kommt mir mit meinem 9 ½ jährigen Briard-Rüden sehr entgegen. Jetzt läuft der Kurs schon einige Monate und ich habe nicht einen Moment bereut den Kurs zusammen mit Nicole zu leiten. Nicole und ich haben uns in die Thematik rein gearbeitet und bilden ein Superteam, unsere Kursteilnehmer haben sichtlich Spaß und ihre Vierbeiner ebenso.

Nicole:

Wenn du dir etwas für den Verein wünschen könntest, was wäre das?

Der Verein ist auf gutem Kurs. Die Anzahl der aktiven Mitglieder ist in einem ausgewogenen Verhältnis von Älteren und Jüngeren, die sich im Verein, auf welche Art und Weise auch immer, engagieren. Ich wünsche mir auf jeden Fall dass das so bleibt, bzw. dass noch viele neue Ideen einfließen, denn es gibt kaum etwas schlechteres als Stillstand in der Vereinsarbeit.
Mein ganz persönliche Wunsch wäre eine zeitgemäße Neugestaltung unserer Website in naher Zukunft.